Cyberbullying

(Mobbing unter Benutzung des Handys)

Digitales Mobbing (Cyberbullying/-mobbing) kann auch unter Verwendung des Handys passieren! Das bedeutet, dass Kinder oder Jugendliche von anderen, z. B. Mitschülern, gehänselt, beschimpft, bedroht oder erpresst werden, etwa durch ständiges Anrufen und Verschicken von SMS mit entsprechendem Inhalt (Stalking), oder das Aufnehmen und Versenden peinlicher Videos oder Bilder. Im Chat oder Instant-Messenger kann es zu verächtlichen Mitteilungen oder Drohungen kommen. Passwörter können „ausgehorcht" und so gefälschte Nachrichten an Freunde versendet werden (Identitätsraub), was dazu führen kann, dass ein um sein Passwort beraubtes Kind/Jugendlicher Freunde verliert und einen „schlechten Ruf" erwirbt. Dazu kann im schlimmsten Fall der Missbrauch von Accounts, also Benutzerkonten (auch im Internet) kommen, was auch Kosten verursachen kann.

Folgende Tipps können Ihnen und Ihrem Kind helfen, wenn es von Cyberbullying betroffen ist und gemobbt wird. Bitte beachten Sie zusätzlich die Hinweise unter dem Punkt Privatsphäre wie z. B. Rufnummernbeschränkung.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind!

Falls ihr Kind gemobbt wird, kann es passieren, dass dies von Ihnen unbemerkt bleibt. Statistiken zeigen, dass gemobbte Kinder und Jugendliche in den meisten Fällen keine Erwachsenen in ihr Problem einweihen. Falls Sie wissen oder den Verdacht haben, dass das Kind oder der Jugendliche von anderen gemobbt wird, sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Das Kind oder der Jugendliche reagiert am besten, indem belästigende SMS und Anrufe ignoriert und gelöscht bzw. nicht beantwortet werden. Ebenfalls kann die Rufnummernbeschränkung eingesetzt werden. Im Übrigen kann eine Kontaktaufnahme mit anderen Eltern bzw. Lehrern angebracht sein. Bitte informieren Sie sich bei den Handyherstellern bzw. Mobilfunkunternehmen.

Suchen Sie eine Lösung mit allen Beteiligten!

Sollten Ihnen die Identität des Mobbers bekannt sein, ist es in der Regel sinnvoll, ein gemeinsames Gespräch unter Einbeziehung eines Mediators, etwa der/des Klassenlehrerin/s zu führen. Je nach Fall kann es auch sinnvoll sein, dass der/die KlassenlehrerIn die Gespräche mit den Beteiligten zunächst einzeln führt. Ziel muss es sein, dass das Mobbing nachhaltig gestoppt wird. Hierfür sollte auch beim Mobber auf geeignete Weise ein Problembewusstsein geschaffen werden.

Diese Surftipps helfen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen:

Informieren Sie sich bei Ihrem Mobilfunkanbieter zum Thema Jugendschutz

Jugendschutzinformationen bei O2

Informationen zum Jugendschutz bei Mobilcom

Kinder- und Jugendschutz bei der E-Plus-Gruppe

Jugendschutzinformationen bei T-Mobile

Informationen zum Jugendschutz bei debitel

Kinder- und Jugendschutz bei talkline

Jugendschutz bei Vodafone

In
Kooperation
mit
  • Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V.
  • Klicksafe