Kamera

Kurzinfo

Die meisten der heute von Kindern und Jugendlichen genutzten Handys verfügen über eingebaute Digitalkameras. Mit diesen Kameras können sowohl Bilder gemacht, als auch Videos, also kurze Filme, aufgezeichnet werden. Moderne Handys verfügen über Kameras, die sehr leistungsstark sind und somit Bilder und Videos von guter Qualität erstellen können. Die erstellten Bilder und Videos können dann von Handy zu Handy weitergegeben oder auf den heimischen Computer kopiert werden.

Kindern und Jugendlichen bieten diese Funktionen viele kreative Möglichkeiten, durch die sie gleichzeitig den Umgang mit digitalen Medien und Techniken erlernen können. Vom Gruppenfoto mit Freunden bis hin zu selbstgemachten Filmen - Kinder und Jugendliche können mit dem Handy selbst "künstlerisch" aktiv werden.

Zu beachten

Die Kamera ermöglicht bei missbräuchlicher Benutzung auch das Erstellen von Inhalten, die für Kinder und Jugendliche problematisch sind. Dies liegt daran, dass das Handy aufgrund der technischen Funktionsweise nicht zwischen geeigneten und ungeeigneten Inhalten unterscheiden kann. Zu ungeeigneten Inhalten zählen beispielsweise brutale Inhalte oder Inhalte mit sexuellem Hintergrund, die von Kindern und Jugendlichen auch selbst erstellt werden können. Diese Inhalte können auf verschiedene Weise von Handy zu Handy weitergegeben und auch auf den Computer zuhause kopiert werden. Der Besitz solcher Inhalte gilt unter Kindern und Jugendlichen teilweise als Statussymbol. Der Umgang mit diesem Problem ist sehr komplex und schwierig. Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter folgendem Link:

Problematische Inhalte - Gewalt und Pornographie

Ein bekanntes Phänomen sind selbst aufgenommene Filme von Schlägereien, z. B. auf dem Schulhof. Diese Schlägereien werden z. T. nur deshalb angezettelt, um ein möglichst effektvolles Video mit dem Handy aufnehmen zu können (sog. Happy Slapping). Zudem wird die Kamera manchmal auch genutzt, um andere Schüler heimlich in peinlichen Situationen, etwa auf dem Schulklo, aufzunehmen.

Mit der Kamera aufgenommene, für die dargestellte Person unangenehmen oder peinliche Bilder und Videos werden manchmal auch genutzt, um Andere gezielt zu mobben, d. h. psychisch zu schikanieren. Mobbing unter Einsatz neuer Medien wird ‚Cyberbullying’ genannt. Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter folgendem Link:

Mobbing unter Einsatz des Handys (Cyberbulling)

In
Kooperation
mit
  • Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V.
  • Klicksafe