Happy Slapping

Unter dem Begriff Happy Slapping (englisch: „fröhliches Schlagen") versteht man die Inszenierung einer Schlägerei durch Kinder oder Jugendliche, um diese dann mit z. B. Handykameras zu filmen. Zum Teil geschieht dies unter freiwilliger Teilnahme aller Beteiligten, d. h. die Schlägerei wird nur gespielt. In anderen Fällen wird hingegen bewusst eine echte gewalttätige Auseinandersetzung provoziert und dann gefilmt. Dabei kann es auch vorkommen, dass Kinder und Jugendliche gezielt verfolgt werden und ihnen aufgelauert wird. Dieses „Mobbing“ kann sich auch durch die Weitergabe der aufgenommenen Filme fortführen, um das Opfer zu demütigen. Es kommt auch vor, dass auf unbeteiligte Passanten, also auf unbekannte Kinder, Jugendliche oder Erwachsene losgegangen wird, um diese Angriffe mit der Kamera aufzunehmen. In den Fällen, in denen Personen unfreiwillig gefilmt und/oder verletzt werden, können sich die Schlagenden, Filmenden und Weiterverbreitenden strafbar machen. Kindern und Jugendlichen ist dieses Phänomen nicht zwingend unter dem Begriff Happy Slapping bekannt.

Hier einige hilfreiche Tipps zum Thema Happy Slapping:

Klären Sie Ihr Kind auf!

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Phänomen Happy Slapping. Diese Handlungen sind für die Opfer physisch und psychisch demütigend und können aus diesem Grund strafbar sein. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es nicht „cool“ ist, echte Gewalt zu inszenieren, nur um diese in Bildern und Filmen festzuhalten. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es bei solchen Videos echte Gewalt, also nicht wie z. B. im Fernsehen fiktionale, sieht und schaffen Sie ein Bewusstsein für die Situation des Opfers.

Fördern Sie bei Ihrem Kind den positiven Gebrauch des Handys.

Konfigurieren Sie das Handy!

Falls ihr Kind ein Handy hat, das über eine Bluetooth und/oder Infrarot-Schnittstelle verfügt, kann man diese Schnittstelle(n) oftmals auch außer Kraft setzen; außerdem ist es möglich, das Versenden von MMS zu unterbinden. Bitte beachten Sie aber auch, dass Kinder und Jugendliche die Schnittstellen für sinnvolle Tätigkeiten nutzen können, etwa, um selbstgemachte Bilder von z. B. der Klassenfahrt weiterzugeben. Darüber hinaus finden Kinder und Jugendliche oft Wege, um solche technischen Einschränkungen zu umgehen – die Aufklärung und der Dialog mit Ihrem Kind sollten deshalb im Vordergrund stehen. Weitere Informationen finden Sie hier/bei Ihrem Netzbetreiber/beim Hersteller des Handys unter folgenden Links:

Informationen zur Konfiguration u. a. bei O2

Informationen zu Sperrungen von Funktionen bei T-Mobile

Informationen zu Sperrmöglichkeiten bei Vodafone

Achten Sie beim Handykauf auf die Funktionalitäten!

Es werden auch Handys angeboten, die keine Kamera besitzen.

Beachten Sie aber auch, dass Kinder und Jugendliche die Kamera und die Schnittstellen für sinnvolle Tätigkeiten nutzen können, z. B. um auf der Klassenfahrt oder im Urlaub Fotos zu machen und diese dann an Freunde weiterzugeben. Der sinnvolle Umgang mit den technischen Möglichkeiten ist auch angesichts der Zukunftsrelevanz von Mobilfunkgeräten zu unterstützen. Das Vorenthalten technischer Möglichkeiten ist deshalb nur bis zu einem gewissen Alter sinnvoll. Weitere Informationen finden Sie hier/bei Ihrem Netzbetreiber/beim Hersteller des Handys unter folgenden Links:

Informationen zu den Handy-Funktionaliäten bei O2

Informationen rund um Jugendschutz bei Handys bei E-Plus

Informationen zu Handyfunktionen bei Vodafone

Informieren Sie sich beim Mobilfunkbetreiber über weitere Kinder- und Jugendschutzoptionen.

Kinder- und Jugendschutzoptionen bei O2

Kinder- und Jugendschutzinformationen bei Mobilcom

Informationen rund um Jugendschutz bei Handys bei E-Plus

Informationen zum Jugendschutz bei T-Mobile

Informationen zu Jugendschutzoptionen bei debitel

Kinder- und Jugenschutzoptionen bei talkline

Jugendschutz bei Vodafone

In
Kooperation
mit
  • Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V.
  • Klicksafe