Glossar

Bluetooth

Bluetooth ist ein Standard zur Vernetzung von Geräten über kurze Distanzen durch Funk. So können also zwei oder mehrere Geräte, die über Bluetooth verfügen und sich in unmittelbarer Nähe befinden, ein kabelloses Netzwerk bilden und es können Daten, wie z. B. Fotos, Musik oder Filme ohne Kabelverbindung versendet werden. Dabei handelt es sich um eine kostenfreie Handyfunktion, da ein Dienst des Mobfilunkanbieters über das Mobilfunknetz (so z. B. bei MMS oder SMS) nicht genutzt werden muss. Geräte, die über Bluetooth verfügen, erkennt man leicht am signifikanten Bluetooth-Symbol. Im Zweifel sollten Sie bei dem Händler oder anderem fachkundigen Personal nachfragen, ob das Handy über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügt. Probleme der Bluetooth-Technik sind, dass Anbieter mehr und mehr Bluetooth-Funkverbindungen aufspüren, um dann unaufgefordert Werbung und andere unerwünschte Inhalte zu verschicken. Dieses Problem lässt sich zum einen durch die Deaktivierung der Bluetooth-Schnittstelle umgehen. Zum anderen verfügt jedes Bluetooth-Handy über eine Funktion, die das Gerät für andere „unsichtbar“ macht, sodass aktivierte Bluetooth-Verbindungen nicht von außen auffindbar sind.

Browser

Browser sind spezielle Computerprogramme, die das Betrachten und Navigieren von Internetseiten ermöglichen. Bekannte Beispiele sind der Internet Explorer oder Mozilla Firefox. Auch Handys benötigen einen Browser, damit man auf dem Display die Inhalte des Internets abrufen und einsehen kann. Handy-Browser sind jedoch einfacher konstruiert als die Browser-Programme für den PC und sind speziell auf die Bedürfnisse des Mobilfunknutzers (kleineres Display) zugeschnitten.

Cyberbullying

Engl. „to bully“ heißt schikanieren, mobben. Vom Fachbegriff Cyberbullying, der Kindern und Jugendlichen nicht unbedingt geläufig ist, spricht man, wenn eine Person in telekommunikativen Medien wie dem Internet oder Mobilfunk gemobbt, also schikaniert, erpresst, eingeschüchtert, bedroht, psychisch verletzt oder beschämt wird. Durch missbräuchliche Nutzung des Handys kann das durch Aufnahme und Verbreitung von peinlichen Bildern, durch Telefonterror oder drohende SMS usw. passieren. Cyberbullying ist in manchen Formen eine Straftat (z. B. Bilder oder Videos im Raum der Privatsphäre aufnehmen; Drohungen), in anderen Formen muss eine konstruktive Lösung gesucht werden, siehe dazu Problemfeld Cyberbullying.

Display

Das Handy-Display macht die elektronischen Signale im Innern des Handys durch Ausgabe von Zahlen, Buchstaben und Grafiken sicht- und steuerbar. Heute gibt es bereits moderne Handys mit Touchscreen-Display, d. h. das Mobiltelefon wird vorwiegend nicht mehr durch die Tastatur, sondern durch Fingerdruck auf dem Display bedient.

Grooming

Grooming ist ein wissenschaftlicher und Jugendlichen nicht zwingend geläufiger Begriff aus der Psychologie. Gemeint ist damit, das Vertrauen eines Kindes oder einer zu betreuenden Person zu gewinnen, um danach dieses Vertrauensverhältnis für z. B. sexuelle Annäherungen bzw. Kindesmissbrauch zu nutzen. Der potentielle Täter gewinnt also zunächst durch ein Verhalten, welches die wahren Motive des potentiellen Täters verschleiern soll, das Vertrauen des Kindes. In Medien wie Chats, die anonyme Kontaktaufnahme möglich machen, wird von potentiellen Tätern in der Kommunikation oft Grooming angewendet. Dabei geben sich diese Personen oft als Gleichaltrige aus, um beispielsweise ein Treffen in der realen Welt zu arrangieren.

GPRS

GPRS, oder „General Packet Radio Service“, ist ein speziell im Mobilfunk angewendeter Datenübertragungsdienst. Damit können Daten wie Bilder oder Musik von Handy zu Handy übertragen werden, indem sie in kleine Pakete zerlegt und bei Übermittlung wieder zusammenfügt werden. Insbesondere beim Zugang zum Internet über Mobiltelefone spielt GPRS eine Rolle. Der Nachfolger von GPRS ist das schnellere UMTS.

GPS

GPS steht für Global Positioning System (engl.: globales Positionsbestimmungssystem). Durch GPS werden die satellitengestützte Positionsbestimmung und Navigation möglich. Ursprünglich wurde das System vom US-amerikanischen Militär genutzt, bis es sich seit Ende der 90er Jahre immer weiter verbreitet hat und heute vor allem im Verkehr Anwendung findet. Auch moderne Handys sind mit GPS ausgestattet, sodass sie als Navigations- und Ortungssysteme eingesetzt werden können.

GSM

GSM, oder „Global System for mobile Communication”, ist ein Standard für Mobilfunknetze. Durch GSM werden die Umstände festgelegt, in deren Rahmen die Mobilfunkdienste (Sprache, SMS etc.) genutzt werden können – so z.B. auf welche technische Weise dafür gesorgt wird, dass die Teilnehmer unabhängig vom Aufenthaltsort erreichbar sind oder wie die Sprachübertragung technisch erfolgt. GPRS ist als Datenübertragungsdienst eine Art Erweiterung von GSM.

Happy Slapping

Unter dem Fachterminus Happy Slapping (englisch: „fröhliches Schlagen“) versteht man die Inszenierung einer Schlägerei durch Kinder oder Jugendliche, um diese dann mit z. B. Handykameras zu filmen. Dieser Begiff ist Kindern und Jugendlichen nicht unbedingt geläufig. Zum Teil geschieht dies unter freiwilliger Teilnahme aller Beteiligten, d. h. die Schlägerei wird nur gespielt. In anderen Fällen wird hingegen bewusst eine echte gewalttätige Auseinandersetzung provoziert und dann gefilmt. Dabei kann es auch vorkommen, dass Kinder und Jugendliche gezielt verfolgt werden und ihnen aufgelauert wird. Dieses Mobbing kann sich auch durch die Weitergabe der aufgenommenen Filme, um das Opfer zu demütigen, fortführen.

Infrarotdatenschnittstelle

Das kurz genannte Infrarot erlaubt das kabellose Versenden von Dateien wie Bilder, Videos und Musik mittels infraroten Lichts über kurze Strecken bis max. einen Meter. Hierbei handelt es sich um eine kostenfreie Handyfunktion, die allerdings inzwischen mehr und mehr vom schnelleren Bluetooth abgelöst wird.

MMS

MMS steht für „Multimedia Messaging Service“. Als eine Weiterentwicklung der SMS, in der man nur Text verschicken kann, ist, je nach Handyfunktionaliät und Angebot des Mobilfunkanbieters, der Versand von verschiedenen multimedialen Dateien mit MMS möglich. Dazu zählen Musik/MP3, Videos, Bilder etc. auch in Verbindung mit Text. Die Datei- und Textgröße ist bei einer MMS wesentlich größer als bei der auf 160 Zeichen begrenzten SMS, der Preis für eine MMS allerdings auch.

Mobbing

Von Mobbing spricht man, wenn eine Person von anderen Mitmenschen schikaniert, eingeschüchtert, erpresst, bedroht, psychisch verletzt oder beschämt wird. Am häufigsten kommt es am Arbeitsplatz und in der Schule vor. Um das Mobbing zu verstärken, um außerhalb des persönlichen Treffens weiterzubetreiben und anonym zu bleiben bzw. dem Opfer nicht ins Gesicht sehen zu müssen, greifen die Täter oft auf Cyberbullying zurück, das heißt Mobbing in telekommunikativen Medien wie dem Internet oder Mobilfunk, siehe dazu Cyberbulling.

MP3

MP3 ist ein am Fraunhofer-Institut in Erlangen entwickeltes Dateiformat für komprimierte Audiodateien, also Musik. Dabei wird die ursprünglich nötige Datenmenge, um etwa ein Musikstück abzuspeichern, durch einen Komprimierungsvorgang erheblich reduziert. Dadurch können z. B. mehr Musikstücke auf einem Handy abgespeichert werden.

Prepaid

Prepaid ist englisch und bedeutet „im Voraus bezahlt“. Darunter versteht man, dass das Guthaben zum Telefonieren, SMS versenden etc. - im Gegensatz zum Handyvertrag - im Voraus bezahlt wird. Das Handy wird sozusagen „aufgeladen“, kostenpflichtige Funktionen können in der Folge bis zum Verbrauch des Guthabens genutzt werden. Ist das Guthaben aufgebraucht, ist bis zum nächsten „Aufladen“ keine kostenpflichtige Aktion mehr möglich. Prepaidkarten bieten eine gute Möglichkeit der Kostenkontrolle und eignen sich daher für die Nutzung durch Kinder und Jugendliche.

SMS

SMS steht für „Short Message Service“ (Dienst für Kurznachrichten) und ermöglicht das Verschicken von Textnachrichten, die über die Handy-Tastatur eingegeben werden können. Dabei sind die Nummern der Handy-Tastatur mit jeweils drei oder vier Buchstaben belegt. Diese können durch mehrfaches Drücken einer Taste selbst ausgewählt werden, um das richtige Wort zu formen. Daneben helfen Programme wie T9 („text on 9 keys“, deutsch: Text auf 9 Tasten) mit Hilfe einer automatischen Worterkennung beim SMS-Schreiben, indem sie bei einmaligen Drücken der für das Wort nötigen Tasten selbstständig Wörter vorschlagen. Statt z. B. für das Wort „ich“ dreimal die 4, dreimal die 2 und zweimal die 4 drücken zu müssen, schlägt T9 beim Drücken von jeweils einmaligen Drücken der Tasten 4, 2 und 4 das Wort „ich“ vor.

Tarif

Der Tarif umfasst alle anfallenden Kosten, z. B. den Minutenpreis für Telefonieren oder die Gebühr pro SMS. Sowohl bei Prepaid-Handykarten als auch bei Verträgen gibt es eine enorme Bandbreite von unterschiedlichen Tarifen, die der einzelne Verbraucher kaum alle überblicken kann, die jedoch für jedes individuelle Telefonierverhalten die optimale Lösung bieten. Ebenfalls gibt es für Kinder und Jugendliche spezielle Tarife. Lassen Sie sich daher beraten und nutzen Sie die Links der Mobilfunkanbieter zu den Tarifoptionen für Kinder und Jugendliche.

UMTS

UMTS steht für Universal Mobile Telecommunications System (universelles mobiles Telekommunikationssystem). UMTS kann als Weiterentwicklung von GSM gesehen werden – Im Rahmen von UMTS sind deutlich schnellere Datenübertragungen möglich.

WAP

WAP steht für „Wireless Application Protocol“ und stellt einen Überbegriff für Technologien dar, die Handy-Geräten mit dem entsprechenden Mobilfunkangebot den Zugriff auf das Internet ermöglichen. Die Nutzung des Internets über WAP ist im Vergleich zu einem Internetzugang am heimischen PC z. B. bei der Bild- und Textdarstellung wesentlich eingeschränkt.

www

Das weltweite Netz www (world wide web) beschreibt eigentlich ein im Rahmen des Internet abrufbares System, mit dessen Hilfe Daten über das Internet abgerufen und dargestellt werden können. Der Begriff „www“ bzw. „world wide web“ wird jedoch oft als Synonym für das Internet im Allgemeinen verwendet.

In
Kooperation
mit
  • Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V.
  • Klicksafe