Datenaustausch und MMS

Kurzinfo

Über moderne Handys kann man nicht nur telefonieren oder SMS (Textnachrichten) verschicken, sondern auch jede andere Art von Daten untereinander austauschen. Hierzu zählen Bilder, Videos, Textdateien, MP3-Dateien usw. Auf modernen Handys kann man Bilder oder Videos direkt auf dem Handy ansehen. Darüber hinaus können die Dateien auch auf den Computer zu Hause kopiert werden. Umgekehrt ist es auch problemlos möglich, Daten vom PC auf das Handy zu kopieren, und dann von Handy zu Handy weiterzugeben. Viele Handys besitzen eine austauschbare Speicherkarte, wie es sie auch für Digitalkameras gibt. Diese Speicherkarten werden mit ihren darauf gespeicherten Daten (z.B. Musiktiteln, Bildern oder Videos) von Kindern und Jugendlichen auch untereinander getauscht.

Eine Möglichkeit des Datentausches ist die MMS, bei der der Nachrichtentransport mit Hife des vom Mobilfunkanbieter zur Verfügung gestellten Dienstes über das Mobilfunknetz erfolgt und deshalb in der Regel kostenpflichtig ist. Mit MMS (Multimedia Messaging Service) können nicht nur Texte, wie bei SMS, sondern auch Bilder oder Videos als Nachricht von einem Handy zum anderen gesendet werden.

Daneben verfügen Handys über eine Reihe von Schnittstellen, d. h. Anschlussmöglichkeiten, die den Tausch von Daten direkt von Gerät zu Gerät ermöglichen. Da hierbei der Datentausch ohne Nutzung des Mobilfunknetzes erfolgt, fallen keine zusätzlichen Kosten an. Handys lassen sich zu diesem Zweck über Kabel oder kabellos über Bluetooth oder Infrarot verbinden.

Kinder- und Jugendliche nutzen diese Möglichkeiten, um etwa selbst gemachte Photos oder Videos untereinander auszutauschen, oder um Nachrichten mit Hilfe von Bildern noch interessanter zu machen. Dies bietet Kindern und Jugendlichen viele sinnvolle und kreative Möglichkeiten, untereinander zu kommunizieren.

Zu beachten

Der Datentausch ermöglicht jedoch auch die Weitergabe von Inhalten, die für Kinder und Jugendliche problematisch sein können. Das Handy kann aufgrund der technischen Funktionsweise nicht zwischen geeigneten und ungeeigneten Inhalten unterscheiden. Zu ungeeigneten Inhalten zählen beispielsweise brutale, gewalttätige Inhalte oder Inhalte mit sexuellem bis hin zu pornographischen Hintergrund, in Form von Bildern oder Videos.

Diese Inhalte können über die in modernen Handys eingebaute Kamera selbst erstellt sein, aber auch aus dem Internet stammen und von dort auf das Handy gelangt sein. Der Besitz solcher Inhalte unter Kindern und Jugendlichen gilt teilweise als Statussymbol. Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter folgendem Link:

Problematische Inhalte - Gewalt und Pornografie

Beim Versenden von SMS sowie dem Versenden von Daten über die Bluetooth-Schnittstelle kann es zudem dazu kommen, dass Kinder und Jugendliche von Personen kontaktiert werden, mit denen ein Kontakt nicht gewünscht ist. Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter folgendem Link:

Unerwünschte Kontaktaufnahme

Manchmal werden MMS und der Datentausch auch genutzt, um andere Schüler etwa mit gemeinen Nachrichten oder der Weitergabe peinlicher Bilder gezielt zu mobben, d. h. psychisch zu schikanieren. Mobbing unter Einsatz neuer Medien wird in der Fachsprache ‚Cyberbullying’ genannt. Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter folgendem Link:

Mobbing unter Einsatz des Handys (Cyberbulling)

In
Kooperation
mit
  • Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V.
  • Klicksafe